Lupart will Abstimmung zur Abfallsatzung verhindern

Per Änderungsantrag zur Tagesordnung will die AfD/DSU-Fraktion am Donnerstag im Kreistag die
geplante Abstimmung über die neue Abfallsatzung praktisch in letzter Sekunde noch verhindern.
„Ich werde beantragen, den Punkt zu vertagen und erst nach der Sommerpause zu behandeln“,
kündigt AfD-Kreisrat Ulrich Lupart an. Aus seiner Sicht ist eine Entscheidung viel zu früh. Lupart und
seine Fraktionskollegen stößt vor allem auf, dass eine belastbare Gebührenkalkulation weiterhin
fehlt. Ohne die wisse aber keiner, welche Kosten auf die Bürger zukommen. Zumal sich abzeichne,
dass der Landkreis in Sachen Müll vor einem Millionenloch stehe. Lupart: „Will er das mit dem Geld
der Bürger stopfen?“ Lupart hofft nun, dass auch Kreisräte anderer Fraktionen Verantwortung
gegenüber den Menschen im Vogtland zeigen und dem aus seiner Sicht Schnellschuss der
Landkreisverwaltung Einhalt gebieten. Zuversichtlich stimmt ihn dabei, dass sich bislang sowohl
Achim Schulz (FDP) aus Syrau wie auch Bernd Freund (CDU) aus Schönberg nach
Bürgerversammlungen schon mal für eine Vertagung der Entscheidung beziehungsweise wenigstens
die namentliche Abstimmung dazu aussprechen. Auch Andreas Oberlein aus Elsterberg (SPD) habe
von seinem Stadtrat Order erhalten, insbesondere beim Thema der künftigen Sperrmüll-Kosten sehr
genau nachzuhaken. „Wir brauchen aber eben noch mehr solche kritischen Stimmen“, sagt Lupart.
Als Kreisrat und AfD-Direktkandidat für die Bundestagswahl läuft er schon seit Wochen gegen die
neue Satzung Sturm, weil er für die Vogtländer finanzielle Nachteile befürchtet. Nicht zuletzt wegen
einer damit geplanten und rund zwei Millionen Euro teuren Anschaffung neuer Mülltonen.
Freundliche Grüße

Nick Hofmann
Vorstandsmitglied
für den Kreisvorstand der AfD Vogtland