Pokerspiel um Kapelle Neuensalz

Beim Schwarze-Peter-Spiel um die Kultur-Kapelle Neuensalz hat Landrat Rolf Keil (CDU) gewonnen.
Davon ist AfD-Direktkandidat Ulrich Lupart überzeugt, nachdem bekannt wurde, dass die Kapelle mit
dem Jahreswechsel von der Gemeinde Neuensalz übernommen wird. „Damit ist der Landrat eine
Sorge los und hat das Problem der Kommune aufs Auge gedrückt“, erklärt Lupart. Er findet das unfair
und bekräftigt die Bereitschaft der vogtländischen AfD, sich für die Kapelle einzusetzen. Nachhaltig
wäre es aus seiner Sicht, wenn sich ein Betreiberverein findet, der die Kapelle künftig managt. Diesen
Verein würde die AfD mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 500 Euro ausstatten. Lupart wird
sich dazu noch in dieser Woche mit Vertretern der Kapelle treffen. Und er weiß inzwischen auch,
dass seine Mitbewerberin um das Direktmandat im Vogtland, Yvonne Magwas von der CDU, in der
Woche darauf einen Termin in der Kapelle hat. „Warum sollten wir uns nicht gemeinsam für die
Einrichtung einsetzen“, schlägt er vor. „Schließlich geht es ja darum, die Kapelle der Öffentlichkeit
dauerhaft zu erhalten und sie wieder mit Leben zu füllen.“
Die im Plauener Nachbarort Neuensalz gelegene Kapelle ist Teil der Vogtland Kultur GmbH, deren
alleiniger Gesellschafter der Vogtlandkreis ist. Ende August wurde bekannt, dass die Kultur-Kapelle
zum Jahresende schließen muss, weil Geld für den Weiterbetrieb fehlt. Am Montag hatte der
Neuensalzer Gemeinderat beschlossen, die Kapelle in kommunale Regie zu nehmen, dabei allerdings
das Programm der Einrichtung deutlich auszudünnen. So werde gänzlich auf hauptamtliche
Mitarbeiter verzichtet. Ausstellungen und Konzerte werde es nicht mehr geben. Für Hochzeiten oder
private Feiern stünde das Haus jedoch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Händel
für den Kreisvorstand der AfD Vogtland

Über den Autor

Sarah Händel

Kreistagsmitglied,
Stadtrat Treuen,
Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD)