Islamvortrag der AfD in Auerbach

Am vergangenen Donnerstag fand in Auerbach, trotz einiger Schwierigkeiten im Vorfeld, ein Vortragsabend zum Thema Islam mit anschließendem AfD-Stammtisch statt.

Der Leiter des Stammtischs, Tilman Matheja, eröffnete den Abend vor zahlreichen Gästen und erläuterte die Gründe, warum ein Veranstaltungsortswechsel notwendig geworden war. Am frühen Nachmittag veranlassten außerdem linksextreme AfD-Gegner mit einem Aufruf im Internet die Polizei, die Veranstaltung durch starke Präsenz zu schützen. Glücklicherweise blieb alles friedlich, wofür die AfD sich bei den Beamten bedanken möchten.

Der Islamexperte Tim Krause berichtete zunächst über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Islam und Muslimen, die er sammeln konnte, als er mehrere Jahre in islamischen Ländern lebte. Er begann seinen Vortrag mit einer Auflistung der Errungenschaften, die Muslime zur Blütezeit des Islams hervorgebracht hatten. Krause betonte: „Wir dürfen nicht glauben, dass Muslime dümmer oder schlechter sind als andere Menschen!“ Anschließend erläuterte er die Gründe, wie es zum geistigen Stillstand dieser Kultur kommen konnte, der heute an der vernachlässigbar kleinen Zahl der Nobelpreisträger aus islamischen Ländern erkennbar sei. Je höher der Anteil an Muslimen in einer Gesellschaft sei, desto mehr Raum nehme der Islam auch im zivilen Leben ein. Ab einem gewissen Prozentsatz werde säkulare Bildung vollständig durch die Koranschulen verdrängt. Außerdem werde in islamischen Ländern die Hälfte der Bevölkerung – die Frauen – an Bildung gehindert. Somit ginge gewaltiges geistiges Potential verloren.

Im Verlauf des Vortrags erklärte Krause, dass Muslime die Widersprüche im Koran durch das Prinzip der Abrogation lösen würden. Dabei werden ältere Suren durch jünger offenbarte aufgehoben. Anhand des sogenannten Schwertverses (Sure 9 Vers 5), der als einer der jüngsten Verse gilt und somit alle älteren zum gleichen Thema abrogiert, zeigte Krause, wie radikale Muslime die Tötung Ungläubiger rechtfertigten.

Mit dem Grundgesetz sei der Islam keinesfalls vereinbar, da 61 Prozent der Koranverse politischer Natur seien und es mindestens 29 direkte oder indirekte Tötungsaufrufe gegen Nicht-Muslime im Koran gebe. Auch das vielfach vorgebrachte Argument, man müsse den Islam reformieren, widerlegte Krause mit einer innerkoranischen Begründung. Der Koran selbst gilt Muslimen als unauslegbar (2:85) und vollkommen (2:2). Die Scharia sei der eigentliche Inhalt des Islam und würde immer über unseren weltlich geschaffenen Gesetzen stehen. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Nicht-Muslimen und gläubigen Muslimen sei nicht möglich, wenn diese sich wörtlich an die Gebote ihrer Religion hielten. In diesem Fall würden sie die Welt in das „Haus des Islams“ (Gebiete unter muslimischer Herrschaft) und das „Haus des Krieges“ (Gebiete, in denen der Islam nicht Staatsreligion ist) einteilen. Ziel des Islam sei es, alle Länder mit friedlichen und kriegerischen Mitteln islamisch zu machen.

Der Redner betonte, dass ein friedliches Zusammenleben nur mit denjenigen Muslimen funktioniere, die den politischen Teil ihrer Religion missachten würden. Ähnlich wie die syrische Autorin Laila Mirzo in ihrem aktuellen Buch „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“ schreibt, könne nur die Emanzipation vom Islam zur Integration in unsere Kultur führen.

Zum Schluss legte Krause noch Wert darauf, dass die Gäste nicht den Eindruck bekommen, alle Muslime würden diesen Regeln folgen. In vielen islamischen Ländern wäre der Islam zwar offiziell Teil der Kultur, aber die Menschen würden ihre Religion dort ebenso wenig leben wie hier die Christen. Man könne beispielsweise sicher nach Marokko reisen und ein wundervolles Land kennenlernen. Die Menschen in den nordafrikanischen Ländern äußerten gegenüber Krause allerdings häufig Unverständnis für die deutsche Einwanderungspolitik. Wir würden vielfach diejenigen bei uns aufnehmen und durchfüttern, die dort extremistische Ansichten verträten oder arbeitsscheu seien.

Im Anschluss diskutierten die AfD-Mitglieder und Gäste noch lange und kritisch das Thema.