Offener Brief sächsischer Zahnärzte gegen die Impfpflicht

Offener Brief sächsischer Zahnärzte gegen die Impfpflicht

Das Netzwerks sächsischer Zahnärzte ist ein Zusammenschluss von Zahnärzten für selbstbestimmte Medizin und freie Impfentscheidung. Mit diesem Brief vom 20.02.2022 richten sie sich an alle politischen Entscheider, um gegen die drohende Impfpflicht im Gesundheitswese zu protestieren.

Wir unterstützen dieses Anliegen vollkommen. Folgend der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit höchster Bestürzung und größter Sorge beobachten wir als sächsische Zahnärzte und
Zahnärztinnen die immer weitere Spaltung der Menschen unserer Gesellschaft in Geimpfte und
Ungeimpfte.
Unsere politischen und medizinischen Entscheidungsträger haben sich weit entfernt von
wissenschaftlicher Neutralität und evidenzbasierter Medizin. Jahrzehntelange Erfahrung,
Systematik und Methodik der Medizin sowie wissenschaftlich belegte Tatsachen werden gezielt
ignoriert und unsere freiheitlich demokratischen Grundrechte mit Füßen getreten.
Diese Panikpolitik mit ihren widersprüchlichen Maßnahmen schürt die Angst der Menschen vor
gefährlichen Krankheitserregern und fördert die Diskriminierung und Ungleichbehandlung
Ungeimpfter in vielen Lebensbereichen.
Es braucht dringend einen Paradigmenwechsel und die Rückkehr zur breitgefächerten wissenschaftlich
basierten Diskussion!
Wir als Zahnärzte arbeiten direkt im potenziell infektiösen Bereich – dem Mund-Rachen-Raum –
und das täglich viele Stunden lang. Durch den tätigkeitsbedingt entstehenden Aerosolnebel
befinden wir uns exponiert im Übertragungsgebiet der Corona-Viren. Immer sind und waren wir
uns der besonderen Verantwortung für den gesundheitlichen Schutz unserer Patienten, unseres
medizinischen Personals und uns selbst bewusst. Das setzt unsere Berufsethik voraus.
Der sich daraus ergebende stets gewissenhafte Umgang und unser Hygienestandard auf
höchstem Niveau spiegeln entsprechend wider, dass sich keine nachgewiesenen Infektionsketten
in Zahnarztpraxen zurückverfolgen lassen. Noch nie haben wir uns gefährdet gefühlt oder uns als
gesundheitliche Gefahr für unsere Patienten gesehen.
Doch nun wird uns unter Androhung eines Berufsverbotes eine Impfpflicht gegen Covid-19 per
Gesetz vorgeschrieben, mit der Begründung, unsere Patienten so schützen zu sollen. Gemäß
wissenschaftlichen Grundlagen erhofft man sich von diesen sogenannten Impfungen jedoch
lediglich einen bedingten Schutz vor schwerem Verlauf. Sie bieten keinen zuverlässigen Eigenschutz und gewährleisten keinen Fremdschutz. Das Ziel, Patienten vor Infektionen zu
schützen kann somit nicht erreicht werden.
Alle Covid-Impfstoffe verfügen nur über eine bedingte Zulassung und es gibt keine belastbaren
Daten zu mittel- und langfristiger Sicherheit und Wirkung. Darüber hinaus häufen sich immer
mehr Meldungen über schwerwiegende Nebenwirkungen. So wies am 10. Februar auch das
Bundesverfassungsgericht darauf hin, dass „schwerwiegende Nebenwirkungen eintreten können,
die … auch tödlich sein können“. (vgl. BVerfGE 39, 1 <42>; 46, 160 <164>; 56, 54 <73>)
Diese Datenlage erfordert den sofortigen Stopp der Impfpflicht, sowohl der einrichtungsbezogenen,
als auch der allgemeinen!
Jedwede Form von Impfpflicht ist ethisch grundsätzlich fragwürdig und verletzt die Würde des
Menschen und das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Der Körper eines jeden einzelnen
Menschen ist kein solidarisches Gemeingut. Auch kann die Schädigung des einen nicht durch die
Gesundheit des anderen aufgewogen werden.
Hiermit bringen wir nachdrücklich unseren Protest gegenüber dieser gesetzlichen Zwangsmaßnahme
zum Ausdruck. Wir bitten Sie, uns als relevanten Teil der sächsische Zahnärzte in der freien Ausübung
unseres freien Berufes auf wissenschaftlicher Basis ohne Impfpflicht zu unterstützen!
Die Politik muss zurückkehren zu Meinungsfreiheit, Vernunft, Umsicht und wahrhaft
wissenschaftlicher Diskussion, weg von dieser unverhältnismäßigen, untauglichen und
medizinisch gefährlichen Strategie!
Gesundheit ist definiert als „Zustand des vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen
Wohlbefindens.“ (Definition der WHO)

„Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Grundgesetz, Artikel 1, Absatz 1)

Wir als Zahnärzte und Zahnärztinnen der Interessengemeinschaft „Netzwerk sächsischer
Zahnärzte“ fordern daher die freie Impfentscheidung für jeden einzelnen Menschen. Dies
betrifft nicht nur die aktuelle einrichtungsbezogene Impfverpflichtung, sondern auch eine
eventuelle allgemeine Impfpflicht.
Zudem geben wir zu bedenken, dass die Umsetzung einer Impfpflicht nicht automatisch zum
gewünschten Ergebnis führen dürfte. Aufgrund der unsicheren Datenlage wird ein relevanter Teil
der Bevölkerung lieber Berufsverbote und andere Einschränkungen riskieren, als seine körperliche
Unversehrtheit. Dies trifft vor allem auf pflegerische Berufe zu, deren Mitarbeiter sich ohnehin
nicht ausreichend wertgeschätzt fühlen. Es kann sogar zu verstärktem Abwandern von
Fachkräften kommen.
Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Politik zu ihren Versprechen aus der Zeit des
Bundestagswahlkampfes steht und niemand in unserem Land gegen seinen Willen geimpft wird oder
durch Nachteile zur Impfung gedrängt wird!

Mit freundlichen Grüßen

Die Zahnärzte vom „Netzwerk sächsischer Zahnärzte“